Franchise und Gründungs Know-how

Master-Franchising: Kaufen Sie sich eine Idee aus dem Ausland

Master-Franchising: Kaufen Sie sich eine Idee aus dem Ausland

Einfacher, sicherer und preiswerter, als ein eigenes Franchise-System aufzubauen, ist die Übernahme einer Lizenz aus dem Ausland.

Die Adaption ausländischer Franchise-Ideen für den deutschen Markt sind nichts Außergewöhnliches mehr. Eine ganze Reihe ausländischer Franchise-Geber hat sich hierzulande etabliert. Relativ wenig wird jedoch von der Möglichkeit des Masterfranchisings Gebrauch gemacht. Dabei ist die Idee so bestechend einfach wie beim normalen Franchising. Nur, daß statt eines lokalen Standorts beim Masterfranchising ein größeres Gebiet (in der Regel ein ganzes Land) vergeben wird. Aufgabe des Masterfranchise-Nehmers ist es, in diesem Gebiet ein funktionierendes Franchise-System auf die Beine zu stellen. Er fungiert also gleichzeitig als Franchise-Geber.

Eine Idee aus dem Ausland zu übernehmen bringt für einen Masterfranchise-Nehmer ähnliche Vorteile wie für einen Existenzgründer, der sich einer Franchise-Kette anschließt:

  • Das Geschäftskonzept hat sich vielfach bewährt
  • Die Kinderkrankheiten sind bereits ausgemerzt.
  • Der Systemgeber hat eine Reihe von Vorleistungen erbracht.

Dies alles begrenzt das Risiko für den Masterfranchise-Nehmer beträchtlich. Denn während ein normaler Franchise-Geber Zeit und Geld in die Entwicklung seines Systems stecken muß, braucht der Masterlizenz-Nehmer das Vorhandene nur den deutschen Marktverhältnissen anzupassen.

Dieses Sich-ins-gemachte-Nest-Setzen kostet natürlich Geld. Wobei die Konditionen je nach System verschieden sind. In der Regel wird eine einmalige Lizenzgebühr verlangt, die, abhängig von der Bedeutung und den Vorleistungen des ausländischen Franchise-Gebers, in Millionenhöhe liegen kann. Darüber hinaus wird man auch noch einen Teil der laufenden Franchise-Gebühreneinnahmen an den Master-Geber überweisen müssen. Andere Systeme, bei denen es eine Warenbezugsbindung gibt, schlagen auch etwas auf die gelieferten Produkte auf. Ob sich diese Summen lohnen, muß im Einzelfall entschieden werden.

Bei der Adaption eines ausländischen Franchise-Systems sollten Sie deshalb die folgenden Punkte unbedingt beachten:Das System muß übertragbar sein. Das Geschäftskonzept muß zunächst in ein oder zwei Pilotläden getestet werden. Es ergeben sich immer Änderungen im Hinblick auf das Ursprungskonzept. Wünschenswert ist, wenn sich der Masterlizenzgeber an den Kosten beteiligt.

Ihre Kapitaldecke muß ausreichend groß sein, um zwei Pilotläden zu finanzieren und die ersten sechs Monate der Geschäftstätigkeit ohne Einkommen zu überbrücken.

Der Masterfranchise-Vertrag muß faire Konditionen für beide Seiten beinhalten. Dazu ist die Hilfe eines international versierten Fachanwalts notwendig.

Für die Bundesrepublik ist ein eigener Franchise-Vertrag mit einem versierten Anwalt auszuarbeiten, da die in anderen Ländern üblichen Verträge dem deutschen Recht in der Regel nicht entsprechen.

Sie oder ein Partner sollten die Landessprache Ihres Masterfranchise-Gebers fließend sprechen. Besonders in der Startphase ist ein enger persönlicher Kontakt zu der ausländischen Muttergesellschaft wichtig.

Sie sollten bereits unternehmerische Erfahrungen, möglichst sogar Branchenkenntnisse, haben. Sonst ist das Risiko des Scheiterns hoch.

Nach oben

Anzeigen
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung