Franchise und Gründungs Know-how

A

Absatzförderung
Absatzförderung ist ein Synonym zu Verkaufsförderung


Absatzförderungspflicht
Nebenpflicht eines Franchisenehmers, der durch diese dazu gehalten ist, den Absatz des Systemgegenstandes zu fördern und dadurch zu halten bzw. zu steigern


Absatz-System
Kern der Absatz-Sysems im Franchising ist die dezentrale Organisation der Vertriebsstelle. Der Vertrieb wird lokal durch die Franchisenehmer gesteuert, wodurch eine systematische Potentialausschöpfung und die Flexiblität der Marktmasse gefördert wird.


Abteilungsfranchise
Eine Art des Franchising, bei welcher nicht nicht das gesamte Unternehmen des Franchisenehmers sondern nur ein Unternehmensteil oder eine Abteilung in das Franchisesystem eingebracht wird.


AGB-Recht
Eine der zentralen Regelungen des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist das Transparenzprinzip, welches von der Formulierung der AGB fordert, dass sich für den Vertragspartner seine Rechte und Pflichten klar aus den AGB ergeben.


Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
AGB sind vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages stellt.


Arbeitsrecht
Im deutschen Arbeitsrecht werden zum einen die Rechtsbeziehungen zwischen einzelnen Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Individualarbeitsrecht) und zum anderen zwischen den Koalitionen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und zwischen Vertretungsorganen der Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber (Kollektives Arbeitsrecht) geregelt.


Arbeitsteiliges Leistungsprogramm

Das Arbeitsteilige Leistungsprogramm bedeutet im Rahmen des Franchising, daá sich der Franchise-Nehmer intensiv der Kundenbetreuung und Gewinnung widmen kann, da durch den Franchisegeber bereits die Erstellung eines Konzeptes und einer Marketingstrategie erfolgt ist.


Area Development Agreement

siehe Gebietsentwicklungsvertrag


Aufklärungspflicht
siehe Vorvertragliche Aufklärungspflicht

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B

Beirat
Gewählte Interessenvertretung der Franchise-Nehmer, vertritt die Partner gegenüber dem Franchise-Geber.

Beschaffungsvorteile
durch die franchisekennzeichnenden kooperativen Beschaffung werden Beschaffungsvorteile durch Einkaufsbündelung ermöglicht.


Betriebstypenfixierung
Durch die Betriebstypenfixierung innerhalb des Franchising wird die sogenannte Quasifilialisierung erreicht, da durch sie ein einheitliches Unternehmensmodell festgelegt wird, welches von allen Franchisenehmern umgesetzt werden muss.


Buchhaltung
Der Franchise-Nehmer hat bestimmte Vorgaben für seine Buchhaltung zu erfüllen, um eine Vereinheitlichung zu erreichen. Dies erleichtert die Kontrolle durch den Franchisegeber, wenn umsatzabhängige Franchisegebühren fließen.

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C

Conversion-Franchising
Conversion-Franchising beschreibt die Umwandlung von eigenen Filialen in Franchisenehmer-Betriebe


Corporate Identity (Unternehmensidentität)
Stellt das Erscheinungsbild des Systems nach Außen dar, sowohl im Design, in der Kommunikation und dem Verhalten. Ist im Franchising im Franchisevertrag geregelt.

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D

Dauerschuldverhältnis
Ein Vertrag, welcher durch fortlaufenden Leistungsaustausch charakterisiert ist anstelle von einem einmaligen Austausch von Leistung und Gegenleistung.


DFNV - Deutscher Franchise Nehmer-Verband e.V.
Interessenvertretung der Franchise Unternehmer (Franchise-Nehmer in Deutschland)


DFV - Deutscher Franchise Verband e.V.
zentraler Repräsentant und Qualitätsgemeinschaft der deutschen Franchise-Wirtschaft


Dienstleistungsfranchising
Das Dienstleistungsfranchising ist durch die Erbringung von Dienstleistungen unterschiedlicher Art gekennzeichnet, welche durch den Franchisenehmer unter dem Handelsnamen oder dem Warenzeichen des Franchisegebers nach dessen Richtlinien erbracht werden.

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E

Ehrenkodex des DFV
freiwillige Absichtserklärung der Franchisewirtschaft bzw. des deutschen Franchise-Verbandes DFV, welcher nur für die Mitglieder des deutschen Franchise-Verbandes gilt und keine bindende Wirkung hat.


Einstiegsgebühr
Eine einmalige Gebühr, die der Franchise-Geber zum Einstieg in das System erhebt und die die Hauptpflicht des Franchisenehmers darstellt.


Einzelfranchise
im Gegensatz zum Masterfranchise wird hierbei einem Franchisenehmer lediglich ein Franchise(eine Lizenz) gewährt.


ERFA-Tagung
Ein in (möglichst) regelmäßigen zeitlichen Abständen systeminternes Treffen der Franchise-Nehmer mit dem Franchise-Geber zum Erfahrungstausch. Bei größeren Systemen auch regionale Gliederung möglich.


EU-Gruppenfreistellungsverordnung
seit dem 30.06.2000 wird Franchising durch die Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) der EU nicht mehr gesondert behandelt, sondern den vertikalen Vertriebsbindungen zugeordnet. Dies hat Auswirkungen auf die Gestaltung von Franchiseverträgen und das Franchise-Handbuch. (Beweis- und Dokumentationspflicht des Franchisegebers hinsichtlich des Nutzens der von ihm erbrachten Leistung fr den Franchisenehmer)


Existenzfestigung
Festigung einer selbständigen Existenz u.a. durch Beantragung von Fördermittel für die Phase nach einer Unternehmensgründung.

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F

Formularvertrag
vorformulierte Vertragsbedingungen für Vertäge (Allgemeine Geschäftsbedingungen)


Franchisegeber
Bietet einem Existenzgründer den Einstieg gegen Gebühr in ein multiplizierbares Geschäftskonzept.


Franchisegebühr
Hauptpflicht des Franchisenehmers in Form einer laufenden, zumeist umsatzabhängigen Gebühr, die von jedem Franchise-Nehmer des Systems zur Weiterentwicklung des Systems gezahlt wird und dem Franchisegeber als Entgelt für seine Leistungen dienen.


Franchisehandbuch
Das "Herzstück" eines Franchisesystems, in welchem das gesamte Know-How zum erfolgreichen Betrieb eines Franchisebetriebes des Systems dokumentiert ist. Dieses Handbuch sollte permanent aktualisiert werden.


Franchisemanager
Wird vom Franchise-Geber zur Akquise neuer Partner und der Betreuung der existenten Partner beauftragt. Bei größeren Systemen auch Aufteilung nach Regionen möglich.


Franchisenehmer
Betreibt einen Franchise-Betrieb als selbstständiges Unternehmen gemäß den im Franchisevertrag definierten Vorgaben und Vereinbarungen.


Franchisepaket
Der Vertrag, in welchem alle Details zum Aufbau und Betrieb eines Franchisebetriebes notwendigen Details dokumentiert sind. Im Gegensatz zum Franchisehandbuch wird der Vertrag nicht aktualisiert.


Franchising
Aus dem Französischem abgeleitete Bezeichnung dieser speziellen Vertriebsform.


Franchisinglizenz
Mit der Franchisinglizenz erwirbt der Franchisenehmer das Recht zum Führen eines Franchisenehmer-Betriebes.


Franchisevertrag
Der Franchisevertrag ist die vertragliche Vereinbarung zwischen Franchise- Geber und -Nehmer.

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G

Gebietsentwicklungsvertrag
Der Franchisenehmer erwirbt das Recht, in einem Vertragsgebiet eine bestimmte Anzahl eigener Betriebe zu errichten. Der Franchise-Geber schliesst mit diesen jeweils direkt vor Betriebseröffnung einen Franchise-Vertrag.


Gebietsschutz
Kennzeichnend für Franchisesysteme ist, dass jedem Franchisenehmer eine Region zugeordnet ist, in der ihm exklusive Rechte zustehen.


Geheimhaltungspflicht
Nebenpflicht des Franchisenehmers, durch die dieser verpflichtet ist, im Rahmen des Franchiseverhältnisses erhaltene Informationen nicht nach außen weiterzugeben.


Geschäftsführer
Der Geschäftsführer leitet die Geschäfte eines Unternehmens oder eines anderen Personenzusammenschlusses (beispielsweise die eines größeren Vereins oder einer Parlamentsfraktion) und ist somit ist ein Organ einer juristischen Person.


Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuer wird auf die objektive Ertragskraft eines Gewerbebetriebes erhoben und ist als Gegenleistung des Betriebes für die Aufwendungen zu verstehen, welche der Gemeinde durch  den Gewerbebetrieb entstehen.

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H

Handlungsvollmacht
Der Geschäftsinhaber oder sein Prokuristen können Handlunsvollmacht erteilen, welche nicht in das Handelsregister eingetragen wird.


Hauptpflicht
Als Hauptpflicht hat der Franchisenehmer entweder Einstiegs- oder fortlaufende Franchisegebühren zu leisten.

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I

Investitionskosten
Die bei einer Anschaffung getätigten Ausgaben werden als Investitionskosten bezeichnet und sind im betriebswirtschaftlichen Sinn keine Kosten, da sie in die Anlagenbuchhaltung einfließen, was zu Veränderungen in den Abschreibungen führt.


Investitionsrechnung
Hauptentscheidungshilfe bei Investitionsentscheidungen (> 50 %) ist die Investitionsrechnung, welche für die Vorauswahl und Nachrechnung von Bedeutung und unabhängig von der Investitionsentscheidung ist.

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J

Jahresabschluss
Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres, durch welchen die finanzielle Lage und den Erfolg eines Unternehmens dargestellt wird.


Jointventure
bedeutet Gemeinschaftsunternehmen oder auch gemeinsames Wagnis beziehungsweise die Kooperationen von Gesellschaften.

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K

Kapitalbedarfsplan

Der Kapitalbedarfsplan, der auch als Investitionsfinanzierungsplan bezeichnet wird, ist ein Teilplan des Finanzplans eines Unternehmens. Im Gegensatz zum Liquiditätsplan stellt er langfristige Planungsinformationen für die Deckung des Kapitalbedarfs beabsichtigter Investitionen innerhalb der laufenden und zukünftigen Perioden an einem Jahr dar.


Kündigungsschutz
Ein Franchise-Vertrag stellt ein für einen längeren Zeitraum angelegtes Verhältnis zwischen FG und FN dar, welches nur unter gewissen Voraussetzungen aufgelöst werden kann. Regelungen zur Kündigung werden daher in den Franchise-Vertrag aufgenommen.

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L

Laufzeit
Im aktuellen Kontext ist mit der Laufzeit die Gültigkeitsdauer des Franchise-Vertrages gemeint.


Liquidität
Liquidität bezeichnet sowohl die Verfügbarkeit  über genügend Zahlungsmittel als auch die die Fähigkeit, im Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen.

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M

Masterfranchising
Ein Master-Franchise-Nehmer übernimmt für ein definiertes Gebiet den Aufbau des Systems, die Akquise und Betreuung der Franchise-Nehmer. Wird in der Regel bei Expansion con Franchisesystemen ins Ausland eingesetzt.


Mediation
Bei Streitigkeiten zwischen Vertragspartner kann eine außergerichtliche Schlichtung betrieben werden.

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N

Nebenpflichten
Die Nebenpflichten eines Franchisenehmers beinhalten die Übernahme des Konzepts, die Geheimhaltungspflicht, den Wettbewerbsverbot, die Teilnahme an Schulungen sowie die Absatzförderungspflicht.

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O

Outlet
Mit Outlet ist ein Fabrikverkauf gemeint, beziehungsweise eine Verkaufsstelle, in der Hersteller ihre eigenen Produkte direkt an den Endabnehmer verkaufen.

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P

Pilotbetrieb
Wird in der Regel vom Franchise-Geber aufgebaut und betrieben, um die Marktgängigkeit eines Konzeptes zu prüfen.

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Q

Quasifiliarität
Einheitliches Auftreten sowie verbindliche Systemvorgaben erzeugen nach aussen den Eindruck, beim Franchisebetrieb handele es sich um ein Filialsystem.

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R 

Rechsform
Über die Rechtsform werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen einer Gesellschaft definiert, die in irgendeiner Form wirtschaftlich tätig wird.

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S

Scheinselbständigkeit
Wenn eine erwerbstätige Person als selbständiger Unternehmer auftritt, obwohl sie von der Art ihrer Tätigkeit her zu den abhängig beschäftigten Arbeitnehmern zählt, wird dies als Scheinselbständigkeit bezeichnet.

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T

Tantieme
Gewinnbeteiligung für Vorstand und Aufsichtsrat, gelegentlich auch für Angestellte und Arbeiter, durch einen prozentualen Anteil am Reingewinn (Gewinn) bzw. am Umsatz.

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U

Übernahme des Konzepts
Nebenpflicht eines Franchisenehmers, durch die dieser sich an konzeptionelle Vorgaben der Systemzentrale zu halten hat.

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V

Vorvertragliche Aufklärungspflicht
Aufklärungspflicht des Franchise-Gebers bei Verhandlungen mit potentiellen Franchisenehmern.

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W

Widerrufsrecht
Befristete Rücktrittsmöglichkeit vom Franchisevertrag, gesetzlich festgelegt.

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X

Xenomarkt
Synonym für Euromarkt.

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Y

Yield Management
Konzept der Gewinnsteuerung, bei welchem mit Unterstützung integrierter Informationstechnologie eine dynamische Preis-Mengen-Steuerung durchgeführt wird, welche die gewinnmaximale Nutzung von Kapazitäten zum Ziel hat.

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Z

Zahlungsbedingungen
Die Zahlungsbedingungen sind mit den Lieferungsbedingungen ein Teil der Konditionenpolitik der Unternehmung und enthalten beispielsweise Angaben über einen Skontoabzug und über die Zahlungsfrist.

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