von Werner Lippert
Ein Businessplan ist eine komplette Unternehmensplanung für die ersten Jahre der Unternehmensgründung und des Unternehmensaufbaus. Er wird insbesondere erstellt, um potenziellen Geldgebern (Banken, Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Business-Angels und andere) durch fundierte und umfassende Informationen vom Erfolg des Gründungsvorhabens zu überzeugen. Auf der anderen Seite dient der Businessplan dem Existenzgründer dazu, sein Vorhaben umfassend zu prüfen und einer systematischen Analyse zu unterziehen. Produktangebot, potenzielle Kunden, Standort, Konkurrenz, Marketingstrategie, Einkauf, Rechtsform und andere Bereiche stehen bei der kritischen Gründungsanalyse im Mittelpunkt. Der Gründer wird durch die Erstellung eines Businessplans vor Beginn der Selbstständigkeit gezwungen, eine Umsatz- und Kostenplanung zu erstellen sowie einen Investitions- und Liquiditätsplan auszuarbeiten. Besonders wichtig ist auch, dass der Existenzgründer durch die intensive Beschäftigung mit seinem Gründungsvorhaben einen realistischen Überblick zu Fragen und Problemen der Unternehmensgründung erhält. Er kann damit die Erfolgsaussichten über einen längeren Zeitraum besser einschätzen. Ein aussagefähiger Businessplan sollte sich über einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken.
Die intensive Auseinandersetzung mit dem Gründungsvorhaben hat auch noch einen anderen wichtigen Aspekt: Der Existenzgründer wird gezwungen, sich mit dem Gründungsvorhaben intensiv auseinanderzusetzen. Damit wird vermieden, dass die zukünftigen Erwartungen an das Gründungsvorhaben vom Gründer zu euphorisch gesehen werden. Außerdem hilft es, eine negative Sichtweise, die den Tatendrang und die Aktivität nur behindert, nicht aufkommen zu lassen. Wichtig ist vor allem, Chancen und Risiken gegenüberzustellen, abzuwägen und zu bewerten, um so die Basis für einen erfolgreichen Unternehmensaufbau zu legen.











