Franchise-Geber Know-how

Fit für Pressearbeit

Ob Presseinformation, Pressemappe oder Presseveranstaltung - sie alle zählen zu den Klassikern der Pressearbeit. Doch nicht allein die Beherrschung dieser Instrumente legt den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Pressearbeit. Um den Olymp auf Dauer zu erreichen gilt es vor allem, sich als Unternehmen eine „Absenderkompetenz" in den Redaktionen aufzubauen. Vergleichbar mit einem Spitzensportler hat hier derjenige die größten Aussichten auf Erfolg, der den Langstreckenlauf auf Asphalt genauso beherrscht wie den kurzen Sprint auf der Bahn. Welche grundlegenden Faktoren spielen dabei eine bestimmende Rolle?

Das Handwerk stimmt
Wie bei jeder Disziplin gibt es auch in der Pressearbeit gewisse Regeln und Techniken, die die erfolgreiche Kommunikation mit den jeweiligen Redaktionen aus Print, TV und Hörfunk bestimmen. „Pressegerecht" aufbereitete Informationen in der journalistischen Sprache und „Schreibe" sind das A und O, um bei den Redaktionen zu punkten. Dazu gehört, dass mit Pressemappe und Pressefotos jederzeit verfügbare Presseunterlagen vorliegen, die an die Redaktionen ausgesendet werden können. Allzu oft werden aber heute immer noch Texte aus dem Marketing verwendet, die mit ihrer werblichen Natur ein absolutes Tabu in der professionellen Pressearbeit sind. Hier ist Sachlichkeit trumpf!

Auch gutes Bildmaterial kann erfolgsentscheidend sein. Denn nicht selten bestimmt die Qualität eines Fotos, ob eine Nachricht abgedruckt wird oder nicht. Innenaufnahmen eines leeren Ladengeschäfts ohne Menschen oder das Stillleben eines Produktes sind definitiv keine geeigneten Motive. Idealerweise gibt es ein regelmäßig aktualisiertes Fotoarchiv mit unterschiedlichen Motiven, die Unternehmertum, Marke und Produkt lebendig kommunizieren. Ähnliches gilt für das Fernsehen: Themen müssen sich in bewegte Bilder an repräsentativen Örtlichkeiten mit Menschen, die vor der Kamera gut wirken und sprechen können, umsetzen lassen.

Aber auch den Redaktionsalltag mit seinen Abläufen und den Ansprechpartner des jeweiligen Themenbereichs zu kennen gehören zum guten Handwerk. Wesentliche Aspekte sind dabei: Wer schreibt in der Redaktion über welches Thema? Wer interessiert sich in der Redaktion für welche Aspekte? Welche Themen aus dem Unternehmen könnten in welcher Form (Nachricht, Interview, Reportage) zur Darstellung in den unterschiedlichen Medien interessant sein?

Der „Wow"-Effekt
Am Anfang einer erfolgreichen Pressearbeit steht immer die Nachricht. Bis zu 200 Presseinformationen erreichen täglich einen Journalisten - geschätzte 90 Prozent davon landen ungelesen im (virtuellen) Papierkorb. Die Bekanntheit und „Absenderkompetenz" des Unternehmens tragen zunächst dazu bei, dass Ihre Nachricht überhaupt wahrgenommen wird. Entscheidend sind jedoch die Aktualität - und damit die Themenrelevanz - sowie der Informationsgehalt, damit die Nachricht an der Chefredaktion vorbei den Weg zur Veröffentlichung schafft. Vielfach gibt es sicherlich Innovationen oder Neuerungen, die für das System selbst von Bedeutung sind, aber nicht für eine Berichterstattung in den Medien! Nach wie vor gilt der Spruch: „When a dog bites a man - that's no news. When a man bites a dog - that's news".

Der Weg ist frei
Wer sich als interessanter Ansprechpartner einen Namen machen und damit zur Quelle werden will, muss nicht nur interessante Themen haben, sondern vor allem bei Anfragen eine zeitnahe Reaktionszeit an den Start legen. Journalisten wollen mit Entscheidern sprechen, die das Unternehmen repräsentieren. Kurze Wege und Erreichbarkeit der Gesprächspartner aus der Geschäftsführung sind unerlässlich im schnellen Redaktionsalltag.

Morgen steht es in der Zeitung
Ja. Aber meist nur, wenn es um ein hochaktuelles oder brisantes Thema geht, das von politischer, sozialer oder wirtschaftlicher Tragweite ist. Im normalen Alltag der Pressearbeit heißt es, geeignete Themen zu finden und anzustoßen, nach Terminvorgaben der Redaktionen zu arbeiten und auch zu warten, bis die Story abgedruckt wird. Das hängt von dem Themenplan der Redaktion, dem Platz in der Zeitung/Zeitschrift und auch der Redaktionskonferenz ab, die darüber entscheidet, was hinein kommt und was nicht.

Fazit: Erfolg in der Pressearbeit wird von harten Faktoren wie dem Informationsgehalt, der Aktualität und der Themenrelevanz genauso bestimmt wie von der Qualität der Unterlagen und die journalistische Aufbereitung von Texten, die im schnellen Redaktionsalltag eine wesentliche Arbeitserleichterung bieten. Aber auch weiche Faktoren wie die Reaktionszeit bei Anfragen und der Zugang zu Gesprächspartnern aus der Geschäftsführung sind wesentlich.

Autorin:
Antje Kiewitt
:peckert public relations
:peckert gruppe
Schumannstr. 2b
53113 Bonn

Tel.: 0228-91158.22
Fax: 0228-91158.99

a.kiewitt(at)peckert.de
www.peckert.de

Anzeigen
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung
Systemempfehlung