Franchise und Gründungs Know-how

Die wichtigsten Merkmale der Franchisepartnerschaft

Die wichtigsten Merkmale der Franchisepartnerschaft

Die Bundesrepublik erlebt seit einigen Jahren eine Welle von Unternehmensgründungen, die eine Fülle von neuen Geschäftsideen bzw. innovativen Geschäftsgründungen hervorgebracht hat. Der Trend in die berufliche Selbstständigkeit ist seither ungebrochen und wird sich aufgrund der gravierenden Veränderungen innerhalb unserer Volkswirtschaft und damit auch wegen der starken Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt noch verstärken.

Eine Vielzahl von Organisationen und öffentliche Stellen bieten dem Existenzgründer Rat und Hilfe, um bereits im Vorfeld der Gründung das Gründungsvorhaben zu flankieren und abzusichern. Öffentliche Finanzierungshilfen in Form von Darlehen und Bürgschaften sollen helfen, über die ersten Anlaufschwierigkeiten der Gründungs- und Aufbauphase hinwegzukommen. Darüber hinaus sollen geförderte externe Beratungsleistungen dafür sorgen, das Gründungsvorhaben bereit im Vorfeld der Existenzgründung auf die langfristige Tragfähigkeit hin zu überprüfen und Schwachstellen aufzeigen.

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Muss man zum Unternehmer geboren sein?
Fast jeder, der sich selbstständig machen will, wird sich sicherlich auch Gedanken darüber machen, ob der Weg in die Selbstständigkeit die richtige Wahl ist, um langfristig die berufliche Existenz zu sichern. Das heißt, er stellt sich die Frage: „Bin ich zum Unternehmer geeignet?“ Grundsätzlich eignet sich jeder zum Unternehmer, der bereit ist, hohen persönlichen Einsatz zu bringen und die volle Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Ausreichendes Fachwissen, finanzielle Reserven, Belastbarkeit und Zielstrebigkeit, Mut zum Risiko sowie persönliches Engagement,dazu noch eine zum Umfang und Konzept passende Vision für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sind wichtige Faktoren, um ein Geschäft langfristig erfolgreich aufbauen und stabilisieren zu können. Zudem muss sich der zukünftige Unternehmer wichtiges betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Hintergrundwissen für eine erfolgreiche Unternehmensführung aneignen.

Alleinstellungsmerkmale müssen eine Geschäftsidee auszeichnen!
Eine Idee ist nur dann langfristig Erfolg versprechend, wenn sie sich in wesentlichen Punkten von den Angeboten der Konkurrenz signifikant unterscheidet. Mindestens ein Alleinstellungsmerkmal muss vorhanden sein, um das Interesse der potenziellen Käufer auf das Angebot lenken zu können. Verlassen Sie deshalb unbedingt ausgetretene Pfade, die leicht von vielen Nachahmern benutzt werden können. Trauen Sie sich auch zu, ins Ungewisse aufzubrechen und neue, etwas ausgefallene Ideen, die vielleicht sogar anfangs auf Unverständnis stoßen, zu realisieren und in das Gesamtangebot mit aufzunehmen. In der Psychologie spricht man von Paradigmenpionieren, die Althergebrachtes, das bekannt, aber in stark besetzten Geschäftsfeldern stattfindet, in Frage stellen und Neues wagen. Lösen Sie sich damit von einem Sicherheitsdenken, das Sie nur blockiert und den Zugang zu neuen Ideen und Verhaltensweisen behindert. Nur die Verbindung von neuen Ideen und Bewährtem werden den langfristigen Erfolg nach sich ziehen.

Drei Wege in die Selbstständigkeit
Haben Sie nun die Entscheidung für den Weg in die Selbstständigkeit getroffen, so bieten sich drei grundsätzliche Möglichkeiten, ein eigenes Unternehmen zu gründen: Neugründung, Betriebsübernahme oder auch der eventuelle „Königsweg“, die Teilnahme an einem bereits ausgereiften und getesteten Marketingkonzept dem so genannten „Franchising“.

Grundsätzlich geht es beim Franchising um die Übernahme eines Markennamens, um die Vermittlung von Branchenerfahrung und um die Bereitstellung von Know-how im Rahmen eines Marketingkonzeptes durch den so genannten Franchise-Geber gegen Bezahlung einer Gebühr. Der Franchise-Nehmer hat im Rahmen des Franchisevertrages das Recht, in einem festgelegten Verkaufsgebiet, unter Einhaltung fest umrissener Vorgaben, tätig zu werden.

Gründungswillige können heute in Deutschland unter rund 800 Franchise-Ideen wählen. Bereits mehr als 40.000 Personen haben sich bisher mithilfe von Franchise-Gebern selbstständig gemacht.

Freie Personal- und Standortwahl: volle Selbständigkeit als Franchisenehmer
Als selbstständiger Unternehmer kann der Franchisenehmer von Beginn an entscheiden, welches Personal er einsetzt, seinen Standort oftmals frei wählen, eigene Ideen und Anregungen unmittelbar und zur Weiterentwicklung des Geschäftskonzepts von Beginn an einbringen. Der Franchisenehmer kann sich somit an seinem Standort voll auf die Erwartungen und Wünsche seiner Kunden konzentrieren, den Kundenstamm erweitern und binden.

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Wie frei bin ich im Franchise bei meiner Personalauswahl?
Wesentliches Merkmal eines Franchisenehmers ist die absolutfreie Wahl seines eigenen Personals. Vorgaben, gerade in diesem sensiblen Bereich, sind für freie Unternehmer sind absolut tabu.

Aktiver Dialog zwischen Partnern: Franchisegeber und -nehmer
Gute Systeme organisieren Workshops und sonstige Veranstaltungen, die der Beratung und Unterstützung sowie der Kommunikation zwischen Franchisegeber und -nehmern aber auch der Partner untereinander dienen. Doch Franchise ist weit mehr als reiner partnerschaftlicher Dialog. Um ein Geschäft in sich verändernden Märkten den Kundenwünschen ständig neu anzupassen und somit am Markt langfristigst zu etablieren,bedarf es einer guten Ausund Weiterbildung, ständigem Informationsaustausch und vor allem das Einhalten der vereinbarten beiderseitigen Rechte und Pflichten.

Hieraus entstehen Synergien und bereits im Geschäftskonzept vorhandene Know-how wird durch Erfahrungsaustausch weiterentwickelt. Die dargestellten Rechte und Pflichten von Franchisenehmer und -geber bilden Inhalt und Grundlage des Vertrages der zwischen beiden geschlossen wird und eingehalten werden muss.

Welche Rechte hat der Franchisegeber?
Er hat teilweise Auskunfts- und Zugangsrechte. Grundsätzlich hat er nur die Rechte, die vorher vertraglich vereinbart werden.

Umfassende Information vorab: Die Wahl des geeigneten Franchisesystems
Jeder Gründer hat die Möglichkeit, sich vorab persönlich aber auch organisatorisch und finanziell eingehend und ohne Druck zu prüfen.

Für jeden Existenzgründer ergeben sich durch das Franchising noch weitere wesentliche Gründungsvorteile. Der Preis für das Geschäftskonzept, sein Inhalt, die Anforderungen (Rechte, Pflichten, etc.) stehen von vornherein fest. Insbesondere gegenüber Banken ist das ein fast unschlagbarer Vorteil. Das Stochern im „Gründungskostennebel“, die Spekulationen, Hoffnungen, Ängste finden hier ein Ende.

Mit Blick auf den Markt kann weiterhin die Funktionsweise, Beständigkeit der Nachfrage, der Standort, die Personalanforderungen etc. umfassend geprüft und verglichen werden.

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Woher weiß man, ob man schon alle Informationen hat?
Hier hilft grundsätzlich nur der alte Rat: Fragen Sie sich selbst, Ihre Freunde und alle, von denen Sie meinen, Informationen bekommen zu können und deren Meinung Ihnen wichtig ist. Vor allem fragen Sie Ihren zukünftigen Franchisegeber - intensiv und direkt.

Alle Antworten sind Teil Ihrer Entscheidung. Abschließend bleibt immer auch die Frage an Sie selbst: Bin ich ein guter Unternehmer? Denn trotz Unterstützung durch das Netzwerk und den Franchisegeber gilt es zu beachten: Alle Franchisenehmer sind selbstständige Unternehmer.

Quelle: franchise-net Infomagazin "Gründung & Franchising" ; Ausgabe 2006

Dipl.-Kfm. Sven Pioch,
ServiceProjektberatung in Berlin
Kontakt: sp(at)serviceprojekt.de
Tel. 030 - 74 00 65 62,
Fax: 030 - 74 00 65 64

www.serviceprojekt.de

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