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Wer schreibt, der bleibt

Wer schreibt, der bleibt

Für viele Existenzgründer und kleine Unternehmen ist Buchhaltung eine lästige Pflicht, die man fürchtet wie den Gang zum Zahnarzt. 53,6 Prozent aller Existenzgründer haben nach eigenen Angaben schon mit der einfachen Buchhaltung Probleme. Aber Sträuben und Zaudern hilft nichts: Das Handelsgesetzbuch verlangt von jedem Kaufmann, „Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung ersichtlich zu machen“. Eine fehlerhafte oder gänzlich fehlende Buchhaltung zieht im Umgang mit Geschäftspartnern, Kreditgebern oder Finanzämtern einen Rattenschwanz von Risiken und Nachteilen mit sich.

Unverzichtbares Werkzeug für jeden Unternehmer
Eine ordnungsgemäße Buchführung ist also kein Folterwerkzeug von pedantischen Bürokraten, sondern liegt auch im Eigeninteresse des Gewerbetreibenden. Denn wer keinen Überblick über seine Bücher hat, hat auch sein Geschäft nicht im Griff. Die Buchführung, also die lückenlose, systematische Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle, ist das Zentrum jedes betrieblichen Rechnungswesens und für jeden Unternehmer ein unverzichtbares Informations-, Planungs- und Steuerungswerkzeug, nach innen wie nach außen.

Buchhaltung liefert die Daten zum Erfolg
Ohne Buchführung gibt es keinen zuverlässigen Überblick über Einnahmen und Ausnahmen, Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätssituation einer Firma und damit auch keine vernünftige Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen. Sie liefert belastbare Daten über Forderungen und Schulden, Umsatz und Gewinn - differenziert nach Kunden, Produkten und Abteilungen oder bestimmten Zeiträumen (Monat, Quartal, Geschäftsjahr).

Die korrekte Buchführung ist auch für die Selbstdarstellung und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens auf dem Markt unverzichtbar. Denn „wer schreibt, der bleibt“! Aus einer fehlerhaften oder unvollständigenBuchführung können gravierende wirtschaftliche, steuer-, und sogar zivil- und sozialrechtliche Probleme entstehen: Banken gewähren keine oder nur zu schlechteren Bedingungen Kredite. Finanzämter können Betriebsprüfungen, Nachzahlungen, Säumniszuschläge oder Steuerschätzungen festsetzen. Geschäftspartner und potentielle Investoren werden misstrauisch oder springen ab.

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Einfache oder doppelte Buchführung?

Bei der einfachen Buchführung gibt es nur wenige Konten für häufig vorkommende Geschäftsvorfälle wie Miete, Büromaterialien oder Telefonkosten. Angaben über Betriebsvermögen und Schulden werden dabei nicht erfasst, Anschaffungskosten für längerfristig genutzte Wirtschaftsgüter nur in vereinfachter Form. Die einfache Buchhaltung ist daher nur für kleine Betriebe mit einfachen, transparenten Geschäftsbeziehungen erlaubt und empfehlenswert.

Die doppelte Buchführung, bei der jeder Geschäftsvorfall in zwei „Büchern“ (Konten) verbucht wird, erfordert mehr Aufwand und Sachkenntnis. Gerade Existenzgründer und Jungunternehmern halten das „selbstkontrollierende Rechenwerk“ oft für ein Buch mit sieben Siegeln, das nur Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Finanzbeamte lesen können. Tatsächlich ist für Laien und Neulinge nicht immer leicht durchschaubar, auf welchem Konto was und wie verbucht wird. Und die Einstellung einer Fachkraft oder die Hinzuziehung externer Berater kann sich auch nicht jeder leisten. Dafür hat man mit der doppelten Buchführungjederzeit Ein- und Überblick über den Stand seiner Geschäfte und damit eine sichere Planungs- und Entscheidungsgrundlage.

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Thema: Jahresabschluss

Der Jahresabschluss bildet den rechnerischen Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres. Der Gesetzgeber hat dafür einige allgemeine Grundsätze festgelegt:

  • Überprüfbarkeit: Keine Buchung ohne Beleg (nummerierte Rechnungen, Quittungen etc.); kein Beleg ohne Buchung.
  • Ordnung: Die Buchungenmüssen zweckmäßig chronologisch geordnet, lückenlos und vollständig sein. Jede Buchung muss auf den Beleg verweisen und umgekehrt.
  • Übersichtlichkeit: Ein sachverständiger Dritter muss sich in einem angemessenen Zeitraum einen Überblick über Geschäftsvorfälle und Vermögenslage verschaffen können.
  • Zeitgerechtigkeit: Alle Geschäftsvorfälle müssen möglichst zeitnah erfasst und verbucht werden.
  • Zuverlässigkeit: Buchungen dürfen nicht nachträglich korrigiert, allenfalls storniert und umgebucht werden.
  • Aufbewahrungspflicht: Wichtige Belege müssen zehn Jahre lang (Rechnungen: sechs Jahre) bereitgehalten werden.

Buchhaltung per Mausklick
Am System der doppelten Buchführung hat sich in den letzten hundert Jahren wenig geändert. Aber wo einst Heerscharen von Buchhaltern und Kopisten mit Federkiel und Ärmelschoner Soll und Haben in Bücher, Kladden und Journale kritzelten, genügt heute ein Mausklick. Mit modernen Software-Programmen wie zum Beispiel Lexware büro easy, Lexware buchhalter oder Lexware buchhalter plus können auch Kleinunternehmer und Existenzgründer ihre Buchhaltung in Eigenregie bewerkstelligen. Lexware bietet mit „eTraining buchhaltung“ ein kostenloses, praxisorientiertes Lern- und Trainingsprogramm, das die ersten Schritte erleichtert. Die bewährten Programme werden aber nicht nur von Firmen, sondern bereits auch in über 4500 beruflichen Schulen erfolgreich eingesetzt. Weitere Informationen unter www.lexware.de oder unter www.lexware-existenzgruender.de


Quelle: Infomagazon Gründung & Franchising 2007

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