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Skonto gewähren - Skonto nutzen

Skonto gewähren - Skonto nutzen

Skonto - jeder kennt es, doch nicht immer machen sich Unternehmerinnen und Unternehmer  bewusst, welchen Nutzen sie daraus ziehen können. Dabei kann es in vielen Fällen von großem Vorteil sein, einerseits Skonto zu gewähren und andererseits Skontofristen zu nutzen.

Beim Skonto handelt es sich um einen prozentualen Preisnachlass, der bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist auf den Brutto-Rechnungsbetrag gewährt wird. Indem ein Lieferant seinen Kunden eine Skontofrist einräumt, möchte er diese dazu veranlassen, die erhaltene Ware oder Dienstleistung schneller zu bezahlen. Ein Beispiel: „2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen oder 30 Tage netto“ (also ohne Skonto). Dies bedeutet, der Lieferant gewährt einen Nachlass von 2% dafür, dass die Rechnung 20 Tage früher beglichen wird.

Der Vorteil für den Lieferanten
Der Vorteil für den Lieferanten liegt vor allem in der Verbesserung der eigenen Liquidität, also darin, dass er aufgrund des früheren Zahlungseingangs gegebenenfalls anfallenden, eigenen Zahlungsverpflichtungen schneller nachkommen kann. Besonders in Situationen, in denen sich Liquiditätsengpässe abzeichnen und eine kurzfristige Steigerung der Liquidität notwendig ist, kann es sinnvoll sein, seine Kunden durch kurze Zahlungsziele und verhältnismäßig hohen Skontoabzug zum raschen Begleichen der Rechnung zu bewegen. Entsprechende Einbußen durch den gewährten Preisnachlass stehen zumeist in keinem Verhältnis zur drohenden Gefahr der Zahlungsunfähigkeit, so dass der Liquiditätssicherung stets die größte Aufmerksamkeit zukommen sollte.

Der Vorteil für den Kunden
Natürlich profitiert nicht nur der Skontierende selbst von der früheren Zahlung, im Gegenteil: Das Einhalten der Skontofrist und der damit verbundene Preisnachlass lohnen sich für den Kunden in den meisten Fällen sogar dann, wenn er einen Kontokorrentkredit in Anspruch nehmen müsste, um die Rechnung vorzeitig zu begleichen. Wie kann das sein?

Die Antwort liegt im Vergleich des Zinssatzes des Kontokorrentkredits (p.a.) mit dem effektiven, also ebenfalls auf das Jahr umgerechneten Zinssatz des Skontos. Solange dieser über dem Zinssatz des Kontokorrentkredits liegt, ist es sinnvoll, den Skontoabzug zu nutzen, da die Ersparnis durch den Skontoabzug größer ist als die für den Kontokorrentkredit anfallenden Zinsaufwendungen. Es ist also in der Regel günstiger, die Kreditlinie bei der Hausbank in Anspruch zu nehmen, als das Zahlungsziel voll auszunutzen und die Rechnung ohne Abzug von Skonto zu begleichen. Dabei muss jedoch gewährleistet sein, dass über den entsprechenden Betrag eine Kreditlinie besteht und diese nicht unvereinbart überschritten wird.

Aber auch in einem anderen Fall kann sich die Inanspruchnahme eines vom Lieferanten angebotenen Skontoabzugs auszahlen: So ist es beispielsweise auch dann überlegenswert, den Skontoabzug zu nutzen, wenn zur vorzeitigen Bezahlung der Rechnung anderweitig zinsbringend angelegte Barmittel herangezogen werden und dabei auf die dafür anfallenden Guthabenzinsen verzichtet wird. Solange der Jahreszinssatz des Skontos über dem Guthabenzinssatz liegt, machen Sie mit dem Skontoabzug in jedem Fall das bessere Geschäft

Quelle: BMWI

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