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Der Staat zahlt Ihren Computer

Der Staat zahlt Ihren Computer

Das Thema EDV stellt kleine Unternehmen häufig unter enormen Zugzwang. Einerseits ist die Nutzung von Informationstechnologien mit ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg einer Firma. Andererseits haben gerade Kleinbetriebe kaum Ressourcen, um zielgerichtet IT-Werkzeuge anzuschaffen. Da die Arbeitsabläufe kleiner Unternehmen sehr unterschiedlich sind, gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage nach der „richtigen IT“. Allerdings lassen sich grundlegende Anforderungen definieren, die die IT-Ausstattung im Betrieb erfüllen muss:

  • Die EDV muss dem Unternehmen helfen, Zeit zu sparen. Entsprechend müssen sich auch Hard- und Software mit geringem Aufwand und begrenzten IT-Erfahrungen einrichten und warten lassen.

  • Die EDV muss zum Unternehmen passen. Für Großunternehmen konzipierte Software verfügt meist über eine Funktionsfülle, die ein Kleinunternehmen nicht nutzt. Kleine Unternehmen sollten daher auf IT-Werkzeuge zurückgreifen, die für ihre Unternehmensgröße oder gar ihre spezifische Branche zugeschnitten sind.

  • Vorab bedarf es zudem einer genauen Analyse der Anforderungen des Unternehmens und der Arbeitsschritte, die durch IT unterstützt werden können. Wenn ein Mitarbeiter Firmendaten mehrfach erfassen muss, um sie in verschiedenen Anwendungen zu verarbeiten, ist ein EDV-System ineffizient. Zugleich sinkt in diesem Fall die Bereitschaft der Mitarbeiter, die IT-Struktur zu nutzen.

Eine sorgfältige Analyse und professioneller Rat von Fachleuten im Vorfeld der ITAnschaffung hilft, neue geschäftliche Möglichkeiten zu entdecken und Stolperfallen zu umgehen, die bei der Einführung neuer IT-Systeme lauern können. Den Partner Ihres Vertrauens können Sie zum Beispiel auf den Webseiten der Hard- und Softwarehersteller finden. Eine weitere Hilfe ist der Fördermittel-Ratgeber.

Mit dem Fördermittel-Ratgeber möchten Microsoft und seine Partner kleinen und mittelständischen Unternehmen einen Überblick über vorhandene Fördermittel für Informations- und Kommunikationstechnologien geben und sie bei der Beantragung unterstützen. Für Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie stellen verschiedene Institutionen eine Vielzahl von Fördermitteln bereit. Bislang wissen allerdings nur wenige Unternehmen von den konkreten Finanzierungsmöglichkeiten. Laut einer Studie der Europäischen Union sind beispielsweise lediglich 45 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen über die EU-Strukturfonds informiert.

Bei dem Fördermittel-Ratgeber von Microsoft handelt es sich um die deutsche Variante des „EUGA“-Programms (European Union Grants Advisor). EUGA wurde von Microsoft und Partnern auf europäischer Ebene ins Leben gerufen und wird von Microsoft in allen 25 EU-Mitgliedstaaten umgesetzt.

Die wichtigsten Förderarten sind Zuschüsse und Darlehen. Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Ihre Höhe bestimmt sich durch das Volumen des Projektes, das gefördert werden soll. Bei Darlehen handelt es sich um zinsgünstige Kredite, die dem Antragsteller für einen bestimmten Zeitraum gewährt werden und die in ihrer Gesamtheit zurückgezahlt werden müssen.

Fördermittelprogramme gibt es bei der Europäischen Union (EU), bei Bund und Ländern. Diese Programme werden von der EU, vom Bund und den Bundesländern gemeinsam finanziert. Dabei ist nicht immer erkennbar, ob ein Programm mit EU-Geldern cofinanziert wird. Darüber hinaus gibt es Förderprogramme, die ausschließlich von Bund und Ländern finanziert werden, und Förderangebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die ausschließlich Darlehen vergibt. Die KfW gehört zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Bundesländern. Das zentrale Werkzeug des Fördermittel-Ratgebers ist die tagesaktuelle Fördermitteldatenbank, die technologiebezogene Förderprogramme enthält und die für jeden Interessenten auf der Microsoft-Webseite unter der Adresse www.foerdermittel-ratgeber.de frei zugänglich ist. Ergänzt wird dieses Instrument durch einen kostenlosen telefonischen Fördermittelberatungsservice und eine externe Agentur, die Sie bei den Anträgen unterstützt. Sowohl die Fördermitteldatenbank als auch die Beratungsdienstleistungen sind anbieter- und produktneutral.

Quelle: Gründung & Franchising 2007/2008; Erfolgreich Selbstständig
BusinessVillage Verlag; ISBN-13:978-3-938358-65-8

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