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Donnerstag, 9. März 2017

Wissen teilen statt Rosen schneiden

 

Deutschlands Senioren geht es gut – zu diesem Urteil kam 2013 eine große Altersstudie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die Menschen zwischen 65 und 85 Jahren sind sportlich aktiv, mobil, engagiert, glücklich mit ihrem Leben und fühlen sich jung. Wichtiger Faktor für diese „Alters-Zufriedenheit“ ist ein aktiver Lebensabend mit sozialen Kontakten und Aufgaben.

Der Umgang mit den jungen Menschen hält fit

Das kann Christoph Kruse nur bestätigen. Der ehemalige Ingenieur unterrichtet seit elf Jahren im Studienkreis Bingen. Bis zu fünf Mal in der Woche erklärt der 77-Jährige in kleinen Lerngruppen schwierige mathematische Formeln und physikalische Phänomene. Gerade die Naturwissenschaften bereiten den Nachhilfeschülern erfahrungsgemäß die meisten Bauchschmerzen. „Mein Wissen mit den jungen Menschen zu teilen und ihnen bei schulischen Problemen zu helfen, ist eine erfüllende Aufgabe, die mich jung und geistig fit hält“, sagt Kruse. Gerade am Anfang seines Ruhestandes habe er sich oft ungebraucht gefühlt. Das änderte sich mit der Aufgabe im Studienkreis schlagartig. Auch bei seinen Schülern ist der rüstige Rentner wegen seiner ruhigen Art, der großen Geduld und Lebenserfahrung äußerst beliebt.

Der Lernerfolg ist ein erfüllendes Gefühl

Ähnlich positive Erfahrungen machte Resi Valter. Auch nach 37 Jahren als Hauptschullehrerin für Deutsch und Englisch kann die Mittsechzigerin das Unterrichten nicht lassen. Dabei hatte sie eigentlich nach ihrer Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen mit der Schule abgeschlossen. Doch die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen fehlte der Vollblut-Pädagogin. Also wurde sie Nachhilfe-Lehrerin im Studienkreis Kreuzau. Dort unterrichtet sie ein bis zwei Mal die Woche Englisch. „Der Kontakt und damit das Vertrauensverhältnis zu den Schülern ist viel enger als früher. Ich habe das erfüllende Gefühl auch bei schwierigen Fällen nachhaltig etwas verändern zu können“, sagt Valter.

Max Kade, pädagogischer Leiter des Studienkreises: 

„Wir arbeiten sehr gerne mit Senioren als Nachhilfe-Lehrern zusammen, wenn die fachlichen Voraussetzungen gegeben sind. Von ihrem Wissensschatz und ihrer Lebenserfahrungen können die Nachhilfeschülerinnen und -schüler nur profitieren. Ihre natürliche Autorität und große Geduld wirken sich häufig sehr positiv auf die Lernatmosphäre aus und sie sind sehr verlässlich. Das Lehren ist aber gleichzeitig für die Senioren ein tolle Möglichkeit, etwas an die übernächste Generation weiterzugeben.“


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